Motivation zur Adhärenz
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Therapie

Motivation zur Adhärenz

Vielen Patienten fällt es schwer, ihrer Therapie über einen längeren Zeitraum treu zu bleiben. Dabei ist eine konsequente Adhärenz entscheidend für den Therapieerfolg. Eine Non-Adhärenz kann verschiedenste Ursachen haben. Die häufigsten Gründe dafür und wie Sie Ihre Patienten zur Adhärenz motivieren können, erfahren Sie hier.

Erläutern Sie Ihren Patienten, wie wichtig es ist, immer offen und ehrlich alles mit Ihnen zu besprechen. Denn nur so können Sie gemeinsam eventuelle Probleme lösen und das bestmögliche Therapieergebnis erzielen. Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

Gründe für Non-AdhärenzMotivation zur Adhärenz
Der Patient hat Probleme mit Nebenwirkungen oder toleriert sie nicht mehr᛫ Behandlung der Nebenwirkung

᛫ Unterbrechung der Therapie

᛫ Wechsel der Therapie
Der Patient hat Angst vor eventuell auftretenden Nebenwirkungen᛫ In einem Gespräch die Angst vor potentiellen Nebenwirkungen nehmen

᛫ Mit dem Patienten das Sicherheitsprofil durchgehen

᛫ Erklären, wie Sie im Fall von Nebenwirkungen reagieren und diese therapieren können
Der Patienten spürt keine direkte Wirkung der Therapie und glaubt, er braucht die Therapie nicht mehr oder die Therapie sei wirkungslos᛫ Den Patienten in einem Gespräch darüber aufklären, dass die Therapie zwar die Symptome nicht bessert, er aber nur so einen erneuten Schub vermeiden kann

᛫ Dem Patienten eine symptomatische Therapie zur Behandlung der bestehenden Symptome vorschlagen
Der Patient vergisst die regelmäßige Anwendung des Medikaments᛫ Erinnerungstipps geben (Kalendereinträge, Erinnerungsfunktion im Handy, Jahresplanner-App, Partner miteinbeziehen)
Die Therapie passt nicht zum Alltag des Patienten᛫ Mögliche Annäherungen von Therapie-Intervall und Darreichungsform an den Patienten-Alltag finden

᛫ Wechsel des Therapie
Der Patient versteht die Therapie nicht oder möchte bzw. kann sich nicht selbst informieren᛫ In einem Aufklärungsgespräch alle wichtigen Fakten über die Therapie erläutern (Grundlagen der Erkrankung, Wirkweise der Therapie, Studiendaten über Effektivität)
Der Patient verdrängt die Therapie, da sie ihn an seine Erkrankung erinnert᛫ Dem Patienten in einem Gespräch bewusst machen, dass er nur mithilfe der Therapie erneuten Schüben vorbeugen kann

᛫ Eventuell professionelle psychologische Hilfe empfehlen
Der Patient hält die Kontrolltermine nicht ein᛫ In einem Gespräch erklären, wie wichtig die Kontrolltermine und das Monitoring für den Erfolg der Therapie und die Gesundheit des Patienten sind (Nebenwirkungen und unerwünschte Ereignisse können frühzeitig erkannt werden)

᛫ Erinnerungshilfen für die Termine empfehlen oder einen Tag vor dem Termin den Patienten selbst daran erinnern
Der Patient war adhärent und trotzdem ist die Erkrankung weiter fortgeschritten᛫ Dem Fortschreiten der Erkankung auf den Grund gehen (falsche Anwendung/Dosierung des Medikaments, eingeschränkte Wirksamkeit durch Wechselwirkungen)

᛫ Wechsel der Therapie

Erläutern Sie Ihren Patienten, wie wichtig es ist, immer offen und ehrlich alles mit Ihnen zu besprechen. Denn nur so können Sie gemeinsam eventuelle Probleme lösen und das bestmögliche Therapieergebnis erzielen. Eine offene Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

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